Regalarten · Kragarmregale

Kragarmregal-Prüfung: digital prüfen, sicher dokumentieren.

Kurz gesagt: Kragarmregale müssen als Arbeitsmittel regelmäßig geprüft werden — mit regelmäßigen Sichtkontrollen im Betrieb und einer Experteninspektion mindestens alle zwölf Monate durch eine befähigte Person, dokumentiert in einem Prüfprotokoll.

Kragarmregale tragen Langgut auf freitragenden Armen — die einseitige Belastung erzeugt hohe Kippmomente. Grundlage der Prüfung sind § 14 BetrSichV, die TRBS 1203 und die DIN EN 15635. Diese Seite erklärt die Prüfschwerpunkte — und wie PrüfAssist die Dokumentation digitalisiert.

Welche Bauteile werden bei der Kragarmregal-Prüfung kontrolliert?

Bei Kragarmregalen stehen die freitragenden Arme und die Standsicherheit unter einseitiger Last im Mittelpunkt:

Kragarme

Verformung durch Überlastung oder Anfahrschäden, korrekte Einhängung in die Stützen und unbeschädigte Armenden.

Arm-Sicherungen

Bolzen oder Splinte sichern die Arme gegen unbeabsichtigtes Aushängen — fehlende Sicherungen sind ein häufiger Mangel.

Stützen

Verformung und Durchbiegung der Stützen, die bei Kragarmregalen besonders hoch beansprucht werden.

Stützenfuß & Bodenverankerung

Die Verankerung nimmt hohe Zug- und Druckkräfte aus dem Kippmoment auf — gelöste Dübel sind kritisch.

Verbände

Horizontale und diagonale Verbindungen zwischen den Stützen sichern die Längsstabilität der Anlage.

Lastangaben

Die Tragfähigkeit je Arm und je Regalfeld muss angegeben und lesbar sein — die Beladung muss dazu passen.

Typische Schäden am Kragarmregal

Schäden werden nach DIN EN 15635 üblicherweise anhand eines Ampelsystems bewertet — von unbedenklich bis zu akuter Gefahr mit sofortigem Handlungsbedarf.

BauteilTypischer SchadenWarum kritisch
KragarmVerbogen durch Überlastung oder StaplerkontaktLanggut kann abrutschen oder herunterfallen
Arm-SicherungBolzen oder Splint fehltArm kann bei Beladung ausgehängt werden
StützeVerformtTragfähigkeit und Standsicherheit reduziert
BodenverankerungGelöstErhöhte Kippgefahr durch einseitige Belastung
VerbandGelöst oder fehlendLängsstabilität der Anlage beeinträchtigt

Wie häufig müssen Kragarmregale geprüft werden — und von wem?

Die Experteninspektion ist mindestens alle zwölf Monate durchzuführen; ergänzend sind regelmäßige Sichtkontrollen erforderlich, deren Intervall der Betreiber über die Gefährdungsbeurteilung festlegt (in der Praxis häufig wöchentlich). Geprüft werden darf nur durch befähigte Personen nach TRBS 1203 — intern oder durch externe Regalprüfer. Mehr dazu im Fachbereich Regalprüfung.

So läuft die Kragarmregal-Prüfung mit PrüfAssist

  1. 1

    Anlage erfassen

    Kragarmregal mit Standort, Stützenreihen und Armebenen eindeutig anlegen.

  2. 2

    Checkliste abarbeiten

    Geführt durch alle Prüfpunkte — Arm für Arm, von der Einhängung bis zur Verankerung.

  3. 3

    Mängel dokumentieren

    Schaden fotografieren, Position zuordnen, bewerten und Maßnahme festlegen — direkt am Regal.

  4. 4

    Protokoll & Kundencenter

    PDF-Prüfprotokoll automatisch erstellen und über das Kundencenter bereitstellen.

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Hinweis: Diese Inhalte dienen der allgemeinen fachlichen Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Fassungen von BetrSichV, TRBS 1203 und DIN EN 15635.